12.10.2019

Belohnung für „harte, unglückliche Wochen“ sorgt für „enttäuschenden Abend“ aus SVNA-Sicht

Kosova setzt sich trotz numerischer Unterzahl am Ende klar mit 3:0 durch

Drei Punkte eingefahren: Kosova-Coach Daniel Sager (li.) und sein Assistent Visar Galica. Foto: Bode

Es waren noch genau 18 Minuten. Doch auch die konnte der SV Nettelnburg-Allermöhe im Auswärtsspiel beim Klub Kosova nicht nutzen. „Die Rote Karte hat uns nicht entscheidend weitergebracht“, musste auch Jan Arp nach dem Schlusspfiff konstatieren. Was der Ligamanager des SVNA meinte? Nun, in der 72. Minute des Spiels zeigte Schiedsrichter Christoper Siegk (TuS Berne) Kosovas Dorian Balla die Rote Karte. Der SVNA hatte fortan einen Mann mehr auf dem Feld – und beste Voraussetzungen, den 0:2-Rückstand an der Slomanstraße noch aufzuholen. Doch weit gefehlt. Am Ende kam noch ein weiterer Gegentreffer hinzu und die Gäste mussten mit einem 0:3 im Gepäck den Heimweg antreten.

„Ich denke, wir haben verdient verloren. In der Anfangsphase hatten wir die eine oder eindere gute Möglichkeit, doch im Verlauf des Spiels hat Kosova das Ruder übernommen. Sie waren präsenter in den Zweikämpfen, aber etwas schwach in den Abschlüssen. Wir sind mit einem für uns glücklichen Unentschieden in die Halbzeitpause gegangen“, konstatierte Arp. Doch ein Spiel hat bekanntlich 90 Minuten – und der zweite Durchgang sollte für den SVNA schlechter als der erste verlaufen: „Die zweite Hälfte hat sich ähnlich wie die erste gestaltet, nur, dass Kosova diesmal drei Standards zu Toren nutzt“, erklärte der SVNA-Manager im Anschluss an das Match, in dem Wasim Sarwari, Dorian Balla und Omar Salama für die Hausherren trafen, und stellte geknickt fest: „Für uns war das ein enttäuschender Abend.“

Arp: „Im Verlauf des Spiels hat Kosova das Ruder übernommen“

Nicht viel zu lachen: SVNA-Manager Jan Arp und die Gäste erlebten einen enttäuschenden Abend. Foto: Bode

„Der SVNA hatte in den ersten fünf Minuten zwei sehr gute Chancn, die sie nicht nutzen konnten. Ab dem Zeitpunkt hatten wir das Spiel eigentlich im Griff und die deutlich klareren Chancen. Wenn man bedenkt, wie viele das tatsächlich waren, hätten wir mit einem 4:0 in die Kabine gehen können. Aber wie so oft in dieser Saison haben wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt“, analysierte Kosovas Torschütze Sarwari die ersten 45 Minuten und fügte mit Blick auf Halbzeit zwei hinzu: „Da starten wir gut und gehen durch zwei Standards in Führung, was zu diesem Zeitpunkt völlig verdient war. Danach sind wir – wie so häufig in dieser Saison – in Unterzahl geraten. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätte man die Szene einfach weiterlaufen lassen können, weil der Stürmer trotz des Zupfers von Dorian Balla nicht hinfällt.“

Doch der „Klub“ ließ sich auch von seiner numerischen Unterzahl nicht aus der Ruhe bringen. „Wir hatten uns vorm Spiel geschworen, dass wir heute 90 Minuten Gas geben und uns von nichts schockieren lassen. Trotz Unterzahl haben wir weitergmacht und sind auch verdient zum 3:0 gekommen“, erklärte Sarwari nach der Begegnung und stellte abschließend fest: „Im Großen und Ganzen war der Wille von jedem Einzelnen heute viel größer. Endlich haben wir uns nach den vergangenen harten, unglücklichen Wochen belohnt.“

Jan Knötzsch

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