05.10.2019

„Happy“ Heimelf, „angry“ „Tornie“-Team: „Ich hasse es, zu verlieren – das geht mir auf den Keks“

Düneberger SV unterliegt SV Nettelnburg-Allermöhe mit 2:4

DSV-Coach Dennis Tornieporth ärgerte sich, dass sein Team es verpasste, noch zum 3:3 auszugleichen. Foto: Bode

Sie hatten alles versucht, doch es sollte einfach nicht sein. „Wir haben nach dem 2:3 alles nach vorne geworfen, um noch den Ausgleich zu machen und hätten ihn sicher noch irgendwie erzielen können. Er wäre aufgrund der zweiten Hälfte verdient gewesen“, konstatierte Dennis Tornieporth nach dem Match des Düneberger SV beim SV Nettelnburg-Allermöhe. Hätte, könnte – zwei Konjunktive, die verraten, dass genau dies dem DSV nicht mehr gelang. Stattdessen fing sich „Tornies“ Team in der fünften Minute der Nachspielzeit noch einen weiteren Gegentreffer ein. „Die Niederlage geht in Ordnung. Mit dem 2:3 hätte ich leben können, das 2:4 ist am Ende total uninteressant“, zog Dünebergs Coach nach dem Schlusspfiff Bilanz.

„Wir kriegen in der ersten Halbzeit zwei blöde Gegentpre durch individuelle Stellungsfehler, die so nicht passieren können“, stellte Tornieporth fest, dessen Elf mit „unserer ersten richtig guten Chance“ durch Dennis Utecht den Anschlusstreffer um 1:2 erzielte, nachdem zuvor Ruven Scharnberg und Justin Rönnau den SVNA mit 2:0 in Führung geschossen hatten. „Die ersten beiden Gegentore waren absolut vermeidbar, nach dem 1:2 waren wir ganz gut im Spiel“, so der DSV-Übungsleiter, der dann mitansehen musste, wie Fabian Reimers den dritten SVNA-Treffer erzielte. Joscha Behrens ließ Dünenerg wieder ehrankommen. Den Schlusspunkt setzte dann Philip Stefaniuk, als der DSV nach Aron Gyau Pauels „Ampelkarte“ nur noch zu zehnt spielte. Apropos Karte: „Der Schiri und sein Assistent vor den Trainerbänken hatten nicht ihren besten Tag. Es gab viele kleine Entscheidungen, die im Zweifel immer gegen uns ausgefallen sind. Das ist aber für die Niederlage nicht ausschlaggebend. An der sind wir selbst Schuld, die Gegentore sind auf unserem Mist gewachsen“, stellte „Tornie“ fest.  

Andrade: „Es ist positiv, wie das Team und Fynn mit dem Fehler umgegangen sind“

SVNA-Schlussmann Fynn Körner machte beim 1:2-Anschlusstreffer der Gäste keine gute Figur. Foto: Bode

„Das war“, so resümierte Daniel Andrade-Granados nach dem Kick im tristen Hamburger Dauerregen, „ein sehr intensives Spiel, in dem wir meiner Meinung nach als verdienter Sieger den Platz verlassen haben. Das Spiel war ein Abnutzungskampf, in dem wir unsere Tore schön heraus spielen.“ Aller Freude über die vier Einschläge hinter DSV-„Goalie“ Domenic Kikillus zum Trotz: Das zwischenzeitliche 1:2 ärgerte den SVNA-Coach. „Das war einfach ätzend und hat uns den Boden unter den Füßen weggezogen“, beschied Andrade-Granados mit Blick auf den Treffer von Dennis Utecht, bei dem Keeper Fynn Körner nicht die allerbeste Figur machte. „Das war ein Torwartfehler“, musste auch „DAG“ eingestehen, durfte aber feststellen: „Es ist umso positiver, wie wir als Team und auch Fynn als Torwart mit dem Fehler umgegangen sind. Ein großes Lob an meine Jungs. Es war einfach nur wichtig, das Spiel gegen einen direkten Mitkonkurrenten zu gewinnen. Wir sind happy und zufrieden.“

„Angry“ statt „happy“ war indes Dennis Tornieporth. „Ich hasse es, zu verlieren. Ich kann damit nicht gut umgehen. Die Niederlagen gehen mir auf den Keks“, sagte der Düneberger Übungsleiter nach dem Spiel und zog mit Blick auf die Tabelle im Anschluss an die Partie, die er als „schönes Kampfspiel von beiden Seiten“ apostrophierte, folgendes Fazit: „Wir haben jetzt nach elf Spielen neun Punkte – das heißt ganz klar Abstiegskampf und nichts anderes. Jetzt geht es mit aller Macht darum, zu kratzen, zu beißen und Punkte zu holen. Wir müssen endlich einen Auftwärtstrend einleiten und hart arbeiten, um uns selbst aus dieser Situation herauszuziehen. Die Qualität dazu haben wir.“ Der Auftritt in der zweite Hälfte gegen den SVNA sei ein guter Schritt dahin gewesen, so „Tornie“: „Mit der zweiten Halbzeit war ich sehr zufrieden, da haben wir zwei Treffer erzielt und waren drauf und dran, den Ausgleich zu machen.“

Jan Knötzsch

Kommentieren