24.09.2019

Erster Heimsieg für die Alsterbrüder

Starke Leistung von Glashütte-Keeper Büch kann Pleite nicht verhindern

Auch der starke Jonas Büch (li.), der hier gegen Philip Albers (2. v. li.) pariert, konnte die Niederlage des Glashütter SV bei den Alsterbrüdern nicht verhindern. Foto: Klaas Dierks

Die Anspannung auf Seiten der Alsterbrüder war vor dem Spiel zu greifen. Ein Dreier zu Hause war das ausgegebene Ziel, um sich nach unten hin Luft zu verschaffen und sich den Aufsteiger aus Glashütte, der nur zwei Punkte hinter den Alsterbrüdern rangiert, vom Leib zu halten. Aber außer ausgerechnet gegen Falke haben die Gelb-Blauen auf heimischen Geläuf bisher noch keinen Punkt einsacken können. Wird es jetzt endlich klappen?

Die Glashütter Führung durch Daniel Haase reichte am Ende nicht zu etwas Zählbarem. Foto: Klaas Dierks

In der Anfangsphase agieren beide Teams durchaus offensiv, Glashütte hat bei Ecken Chancen, aber die Alsterbrüder stehen gut und haben im Anschluss einer abgewehrten Ecke die erste große Chance nach schöner Ballstafette über links. Gian Luca Verago hämmert die Kugel aus fünf Metern zentral über den Kasten. Zwölf Minuten später versucht sich Benedikt von Alten aus spitzem Winkel mit einem Schuss auf den kurzen Pfosten, Jonas Büch kann den stramm getretenen Schuss parieren. Die Alsterbrüder erhöhen den Druck und kommen zu einer kleinen Ecken-Serie um die 36. Minute. Glashütte hat nun Glück und einen Torwart, der selbst hochkarätige Chancen der Heimelf mit fabelhaften Reflexen zunichtemacht. Und wenn er doch geschlagen ist, steht ein Glashütter Verteidiger auf der Linie (Tim Hauff) und verhindert die Führung der Eimsbütteler. Und wie so oft. nutzt eine Mannschaft die sich ihr bietenden Chancen nicht, kommt der Gegner zum Zuge. Nach einem gut vorgetragenen Angriff über links bekommt Daniel Haase den Ball, läuft noch ein paar Schritte und knallt das Spielgerät unwiderstehlich vom linken Strafraumeck in den rechten Knick des Alsterbrüder-Tores. Der Aufsteiger führt! 

Philip Albers (Mi.) dreht das Spiel und bringt den FCA mit 2:1 in Front. Foto: Klaas Dierks

Aber die Heimmannschaft zeigt sich wenig beeindruckt. Matthias Schwarz, der eine beachtliche Partie abliefert, schlägt nach gutem Einsatz und daraus resultierendem Ballgewinn einen noch beachtlicheren Diagonalball auf den rechten Flügel, wo Stephan Wulf die Kugel ohne Umschweife aufnimmt, zur Grundlinie durchläuft und dann den Ball schön nach innen zieht. Dort wartet Maximilian Susemihl am Fünfmeterraum völlig ungedeckt und lässt Bück keine Chance. Ausgleich in der 43. Minute. Kurz vor dem Pausenpfiff hat Philip Albers die Gelegenheit seine Farben in Führung zu bringen, doch seinem Kopfball aus drei Metern steht erneut Bück im Weg. So geht es in die Pause.

Nach der Pause ein ähnliches Bild: die Alsterbrüder drücken, ohne erstmal Zählbares zu produzieren. Glashütte versteckt sich nicht und kommt durch Standards zu Möglichkeiten, die aber ungenutzt bleiben. Aus dem Spiel heraus hat Marvin Kellermann die Chance den Aufsteiger in Front zu bringen, aber seinen Schuss von der Strafraumgrenze pariert Alsterbruder Kühn. Seine weiten und genauen Abschläge aus der Hand finden immer wieder seine Mitspieler in aussichtsreichen Positionen, seine zunehmend lautstark geäußerten Kommentare zum Spiel und der Leistung der Unparteiischen allerdings nicht die Zustimmung des Schiedsrichters, der Kühn dafür verwarnt. Ab der 58. Minute muss der FCA nach wiederholtem Foulspiel in Unterzahl agieren.

Stephan Wulf (re.) mit der Entscheidung zum 3:1. Foto: Klaas Dierks

Hitzig wird es auch in der 65. Minute, als Gian Luca Verago den Jatta macht. Seinen Ball von der Grundlinie stochert schließlich Philip Albers über die Linie zur Führung. Wütende Proteste des Gastes stoßen beim Schiedsrichter auf taube Ohren, der Treffer zählt. Glashütte macht jetzt hinten auf, um vorne zu punkten. Das gibt Torwart Büch Gelegenheit zu zeigen, dass er auch über Feldspieler-Qualitäten verfügt, da er sein Tor sehr hochstehend verteidigt. Seine riskanten Aktionen sorgen für Stimmung bei den Zuschauern, etwa, als er weit aus seinem Tor herauseilt und den anstürmenden Alsterbruder zu einem Heber verleitet, der allerdings knapp am Tor vorbeistreift. Auch die Glashütter haben ihre Chancen das Ergebnis zu verändern. Der eingewechselte Finn-Ole Elsner prüft Torwart Kühn per Kopf aus circa elf Metern; Kühn zeigt sich der Situation gewachsen und pariert gut. Im Gegenzug die endgültige Entscheidung. Aus fünf Metern zimmert Stephan Wulf den Ball an Büch vorbei zum 3:1 ins Netz. In der Nachspielzeit hat Glashütte die Gelegenheit zu verkürzen, aber der Ball geht knapp links unten vorbei. 

Nach dem Schlusspfiff große Erleichterung bei den Alsterbrüdern, Glashütte nimmt die Niederlage gefasst auf und wird unverdrossen am nächsten Spieltag versuchen gegen Niendorf III zu punkten.

Klaas Dierks

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