01.09.2019

Was der USC macht hat Hand und Bein: Pe(s)chsträhne für Ivanko-Kicker

SV Rugenbergen geht im „Kellerduell“ mit 2:5 gegen Paloma unter

Tauben-Triumph: Die USC-Spieler um Kevin Lohrke (li.), Wolfgang Pesch (Dritter v. li.) und den starken Tom Bein (zweiter v. re.) jubeln. Foto: KBS-Picture.de

Vor zwei Wochen noch hatte Kevin Lohrke keine allzu gute Figur gemacht. Bei der deftigen 2:7- „Klatsche“ die sich der USC Paloma seinerzeit gegen Concordia einfing, hatte er das erwischt, was man gemeinhin als rabenschwarzen Tag beschreibt. Ein ums andere Mal wurde Lohrke in besagter Partie schwindelig gespielt, am Ende hatte er auch noch Anteil am „Spalstick-Gegentor“, dem siebten Cordi-Treffer. Klar, dass der Außenverteidiger der „Tauben“ es im Match gegen den SV Rugenbergen (Hier gibt’s die Highlights im Live-Ticker) besser machen wollte. Zum einen, um sich zu rehabilitieren. Zum anderen, weil es gegen seinen Ex-Club ging – und natürlich, weil der USC die Punkte im Duell zweier unten in der Tabelle stehenden Mannschaft nötig hatte. 

Als Kevin Lohrke in der ersten Minute der Nachspielzeit der zweiten Hälfte den Ball in den Strafraum der Gäste schlug, da tat er dies in dem Wissen, dass die Sache mit den drei Punkten fürs eigene Habenkonto sich bereits erfüllt hatte. Und nun tat Palomas Nummer drei auch noch etwas fürs eigene Ego-Konto: Die Lohrke-Flanke kam gut, Lion Mandelkau stand genau richtig und verwertete das Zuspiel seines Teamkollegen zum fünften „Tauben“-Treffer. Kurzum: Die Barmbeker Flügeltiere waren an diesem Sonntag – anders als noch vor zwei Wochen – nicht vom Gegner brutal aus dem eigenen Nest an der Brucknerstraße geschossen worden, sondern sorgten ihrerseits beim Widerpart für lange Gesichter und Diskussionsbedarf. So zumindest bei SVR-Coach Andelko Ivanko und Offensivmann Kilian Utcke, die nach dem Abpfiff von Schiri Dr. Michael Ehrenfort (TuRa Harksheide) erst einmal ein paar Minuten „Kriegsrat“ hielten.

Harms: „Das 5:2 ist ein tolles Ergebnis – jetzt sind wir in der Oberliga angekommen“

Kein Durchkommen: Rugenbergens Felix Dieterich (re.) bleibt an USC-Schlussmann Jannis Waldmann hängen. Foto: KBS-Picture.de

Das war auch dringend nötig. Zu harmlos nach vorne und zu indisponiert in der Defensive hatten sich die Bönningstedter in den 90 Minuten zuvor präsentiert. Bereits nach vier Minuten nutzten Wolfgang Pesch und Tom Bein dies erstmals, als Pesch Bein bediente und dieser traf. Nach 20 Minuten probierte sich das Duo dann in umgekehrten Rollen, aber genau so erfolgreich. Vorlage Bein, Tor Pesch – 2:0. Im zweiten Durchgang gelang Rugenbergen dann durch Leon Neumann zwar der Anschlusstreffer (55.), doch die Kombination Pesch/Bein schlug abermals zu – und spätestens nach Peschs Treffer zum 3:1 (68.) hatte Rugenbergen die „Pe(s)chsträhne“: Christian Merkle bediente Michel Blunck – 4:1 (74.). Utckes verwandelter Elfmeter – Colin Blumauer hatte in der Box Hendrik Rühmann umgerissen – bedeutete nur kurzzeitige Kosmetik des Resultats (78.), ehe Lohrke mit seiner Flanke auf Mandelkau den Schlusspunkt einläutete.

„Wir freuen uns tierisch, dass wir nach dem schwierigen Start mit vier Niederlagen jetzt mit den Siegen in Buchholz und heute in die Spur gekommen sind“, bilanzierte Steffen Harms anschließend. Seine Elf habe, so der Paloma-Trainer, „einen guten Start mit den zwei schnellen Toren“ erwischt, danach aber „auch eine Phase, wo wir vom fünften in den vierten Gang runter geschaltet haben. Da ist es dann oft ganz schwer, wieder hochzufahren.“ Er sei „sehr zufrieden, dass wir diese schwierige Phase überstanden haben und die Mannschaft relativ stabil geblieben ist. Das 3:1 war Gold wert, hinten heraus haben wir dann wieder gut nach vorne gespielt. In der Defensive könnten wir es noch etwas souveräner gestalten, aber ich will mich nicht beschweren“, konstatierte der Übungsleiter der „Tauben“ und schloss sein Fazit: „Das 5:2 ist ein tolles Ergebnis für uns. Jetzt sind wir in der Oberliga angekommen.

Jan Knötzsch

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