22.03.2019

Zurück im Geschäft: Woltemath per sofort neuer VfL 93-Coach!

„Ursprünglich sollte ich erst im Sommer anfangen“

Zurück auf der Trainerbank: Nach seinem „unerwarteten Aus“ kurz vor Saisonstart bei Sasel II übernimmt Tom Woltemath per sofort den abstiegsgefährdeten Nord-Bezirksligisten VfL 93. Archivfoto: noveski.com

Unmittelbar vor Beginn der Saison überraschte der TSV Sasel II mit der Verlautbarung, dass der Verein und Trainer Tom Woltemath getrennte Wege gehen. Nun aber ist der 48-Jährige zurück im Geschäft – und zwar beim Traditionsverein VfL 93! Beim Liga-Kontrahenten der Sasel-Reserve beerbt Woltemath per sofort Said Farhadi, der „auf eigenen Wunsch eine schöpferische Pause einlegt, mich aber bis Saisonende unterstützt, wenn es bei ihm zeitlich hinhaut“, so Woltemath, der die „Stadtparkkicker“ – im engen Abstiegsrennen der Bezirksliga Nord aktuell auf dem ersten Platz überm Strich stehend – vor dem Absturz in die Kreisliga bewahren will. Wir haben mit ihm, vor der Premiere am Abend gegen Niendorf III, über die neue Aufgabe gesprochen!

FussiFreunde: Wie kamen der Kontakt und dein Engagement beim VfL 93 zustande?

Tom Woltemath: „Über meinen Neffen. Der spielt in der vierten Mannschaft vom VfL 93 und brachte mich mit Marco Ritter (Vorstand) zusammen.“

Du übernimmst den Club in einer schwierigen sportlichen Situation. In welchem Zustand findest du die Mannschaft wieder?

Woltemath: „Ursprünglich sollte ich erst im Sommer anfangen, doch da Said beruflich und privat einfach zu sehr eingespannt ist, haben wir das vorgezogen. Die Mannschaft scheint gewillt zu sein, den Abstiegskampf anzunehmen. Mehr kann ich noch nicht sagen.“

Was stimmt dich positiv und optimistisch, dass ihr am Ende überm Strich stehen werdet?

Woltemath: „Wir haben den Klassenerhalt in eigener Hand. Die Truppe ist zuletzt zweimal in Folge aufgestiegen und hat somit keine ‚Looser-Mentalität‘. Ich auch nicht. Ich gehe die Sache positiv, aber nicht naiv an. Es sind acht Endspiele für uns.“

Wie bewertest du die Qualität im Kader im Vergleich zur Konkurrenz?

Woltemath: „Das kann ich noch nicht seriös beantworten. Allerdings sind 18 Punkte aus 22 Spielen ja auch nicht Ausdruck der totalen Dominanz in der Bezirksliga Nord. Ich bin jedoch vom Klassenerhalt überzeugt.“

Inwieweit wird sich der Fußball beim VfL unter deiner Regie ändern?

Woltemath: „Es geht in den acht Spielen ausschließlich um den Klassenerhalt. Alles andere muss warten. In der neuen Saison werde ich mehr Einfluss auf das Spielsystem und den Spielstil nehmen.“

Abschließend: Wie wichtig ist der Klassenerhalt für einen Verein wie den VfL 93 – und wie willst du den Club wieder in andere „Regionen“ führen?

Woltemath: „Der VfL 93 ist ein Traditionsverein mit dem für mich legendären Borgweg als Heimspielstätte. Mein mittelfristiger Wunsch wäre es, den VfL 93 in der Bezirksliga Nord zu etablieren. Es gab beim VfL zuletzt extreme ‚ups and downs‘. Ich werde versuchen, eine nicht ganz so hastige, aber nachhaltigere Entwicklung anzustoßen.“

Autor: Dennis Kormanjos

Kommentieren