Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

09.10.2017

Schuster mit dem Dosenöffner

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Zum Tag der Amateure hatte der SC Eilbek II ein Heimspiel und empfing dabei seinen Lieblingsgegner FC Winterhude, der in sechs Aufeinandertreffen noch keinen Sieg erringen konnte. Daran sollte sich auch im siebten Duell nichts ändern, denn die Zuschauer an der Fichtestraße sahen bei goldenem Oktoberwetter ein komplett einseitiges Spiel. Zwischen der gebotenen Eilbeker Leistung und der aus der Vorwoche lagen beim SCE Welten, am Ende durfte man völlig verdient den zweiten Heimsieg in Folge feiern.


Nach dem 1:4-Debakel in Hellbrook tauschte Trainer Klaus Pablo Torgau gleich die komplette Viererkette um, aus der Startelf der Vorwoche blieben nur noch drei Feldspieler übrig. Eilbek präsentierte sich stark verbessert im Angriffsspiel und ließ Winterhude kaum einmal aus der eigenen Hälfte kommen. Die einzige Winterhuder Chance hatte Tom Otte, der nach einem Freistoß Marc Schultz per Kopf von der Strafraumgrenze prüfte. Ansonsten blieb Winterhude offensiv komplett harmlos, nicht so dagegen der SCE, der gleich sechs Abschlüsse von innerhalb des Fünfmeterraums vorweisen konnte.

In Minute 20 hätte es dabei fast das erste Mal geklingelt, nach einer Flanke von Tohme bekam Verteidiger Lars-Simon Brietzke gerade noch die Fußspitze vor dem einschussbereiten Feldmeier an den Ball. Die darauffolgenden Ecken sollten es ebenfalls in sich haben: Marschlers scharf getretene Ecke ließ Keeper Reuter aus den Händen gleiten, Sören Sager machte aus zwei Metern „den Harnik“ und schoss gegen die Latte, den Nachschuss von Christoglou wehrte ein Verteidiger kurz vor der Linie zur nächsten Ecke ab. Nach dieser war abermals eine Flanke von Tohme Ausgangspunkt für eine Großchance, doch Sager scheiterte aus fünf Metern am glänzend reagieren Timo Reuter. Auch bei der dritten Ecke in Folge gehörte die Kugel dem SCE, Sebastian Helm schädelte das Leder links vorbei.

Nach einer halben Stunde war es dann geschehen, Eilbek brachte sich hochverdient in Führung. Brietzke spielte im Aufbau einen Pass genau in die Füße von David Feldmeier, der blitzschnell Mittelstürmer Marvin Schuster bediente, dieser ließ im Strafraum noch einen Verteidiger stehen und schoss mit links platziert ins lange Eck – ein Tor im Stile eines Klasse-Stürmers, 1:0 (30.). 60 Sekunden später brannte ein erneuter Jubel durchs Stadion, über den linken Flügel legten Schuster und Heinrich den Turbo ein, letzterer scheiterte beim ersten Flankenversuch, eroberte sich die Kugel zurück und brachte eine weitere Brandbombe ins Zentrum zwischen Torwart und Innenverteidiger, so dass David Feldmeier am langen Pfosten aus vier Metern nur noch einschieben musste (31.).

Einmal mehr spielte sich Eilbek durch die Winterhuder Verteidigung, aber als Kassem Tohme zum vermeintlichen 3:0 auf Vorlage von Feldmeier einschob, ertönte ein Abseitspfiff des guten Schiedsrichtergespanns, eine knappe Entscheidung. Marvin Schuster aus elf Metern hätte das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben können, doch hier war Timo Reuter auf dem Posten und so ging es mit einem 2:0 in die Kabine. 12:4 Torschüsse für Eilbek sprachen zu diesem Zeitpunkt neben dem Ergebnis eine deutliche Sprache.

Vier Minuten lang hielt das Aufbäumen des FC Winterhude in Abschnitt zwei an, dann war der Drops gelutscht. Rechtsverteidiger Haakon Hansen eroberte auf Höhe der Mittellinie die Kugel, spielte einen Doppelpass mit Feldmeier und versenkte gnadenlos aus dreizehn Metern mit dem rechten Vollspann (50.). Und weiter gab es nur eine Spielrichtung, nach einem weiteren sehenswerten Angriff konnte auch Linksaußen Amritpal Singh sein erstes Saisontor bejubeln. Über die rechte Seite baute Eilbek seinen Angriff auf, Angreifer Schuster sah auf halblinks den völlig frei stehenden Amritpal Singh, der das Leder maßgeschneidert in den Lauf bekam und aus dreizehn Metern ins kurze Eck traf (61.).

Nach dem 4:0 schaltete Eilbek zwei Gänge zurück in den Verwaltungsmodus, und doch hatten Düllberg und Singh noch Chancen das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Wie aus dem Nichts konnte Winterhude noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, nach einem Einwurf war Eilbeks Verteidigung etwas unsortiert, Platanovitch konnte mit einem platzierten Rechtsschuss von der Strafraumgrenze das 4:1 erzielen (82.). Wirklich spannend wurde es danach auch nicht mehr, Eilbek belohnt sich mit drei Punkten für einen starken Auftritt.

Eine Wiederholung der Leistung ist in den kommenden Wochen dringend notwendig, die Großkaliber Wandsetal und Paloma II warten auf den SCE.

Aufstellung:
Marc Schultz – Haakon Hansen, Tobias Marschler, Sören Sager, Steffen Heinrich – Sebastian Helm (56. Dennis Dahms), Chrisovalandis Christoglou – Kassem Tohme, David Feldmeier (68. Sebastian Stenzel), Amritpal Singh – Marvin Schuster (64. Leon Düllberg)

Tore:
1:0 Marvin Schuster (30., Linksschuss, Feldmeier)
2:0 David Feldmeier (31., Rechtsschuss, Heinrich)
3:0 Haakon Hansen (50., Rechtsschuss, Feldmeier)
4:0 Amritpal Singh (61., Rechtsschuss, Schuster)
4:1 Evegenij Platanovitch (82., Rechtsschuss)

Torschüsse (von innerhalb des Strafraums):
19 (12) – 9 (4)

Gelbe Karten:
Jahn

Schiedsrichter: Simon Rathgeber (Note 2,5) – Das junge Gespann hatte in einer angenehm zu leitenden Partie keinerlei Schwierigkeiten, einzig Feldmeiers Vorteilsituation wurde nicht erkannt.

Kommentieren

Aufstellungen

SC Eilbek II

Noch keine Aufstellung angelegt.

FC Winterhude

Noch keine Aufstellung angelegt.