Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

12.12.2016

Versöhnlicher Jahresabschluss

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Auf den Tag genau einen Monat nach dem ausgefallenen Rückrundenstart trafen sich die Reserven von Wentorf und Eilbek erneut am Südring. Anders als noch im November war der Kunstrasen frei von Schnee und konnten so trotz immer wieder einsetzender Regenschauer problemlos bespielt werden. Eilbek wollte seine Serie von vier ungeschlagenen Spielen in der Fremde fortsetzen, für die zuletzt strauchelnden Wentorfer ging es um einen versöhnlichen Jahresabschluss.


Von Minute eins an präsentierte sich Eilbek lustvoll und übernahm das Zepter und kam schon früh zum ersten Hochkaräter, Artur Lammert lief nach einem sehenswerten Diagonalball allein aufs Tor zu und hatte Keeper Fabian Weber schon umkurvt, doch ein Abwehrbein kurz vor der Linie verhinderte den Rückstand. Der SCE spielte weiter munter nach vorne und kam bereits in der siebten Minute zum zweiten Mal gefährlich in den Strafraum, nach sehenswerter Direkt-Kombination kam Jörn Bengtsson am Fünfmeterraum an den Ball, wo Eilbeks Mittelstürmer den Kopf oben behielt und für den heranrauschenden Rechtsverteidiger Taib Bostan querlegte, der nur noch aus Nahdistanz ins leere Tor schieben musste.

Wentorf kam aus dem Spiel heraus zunächst zu keinerlei Torchance und musste auf Eilbeker Fehler warten, die auch kamen. Eilbeks „Mr. Zuverlässig“ Sören Sager wollte am Strafraumrand einen Rückpass auf Torwart Marc Schultz spielen, doch viel zu lasch war das Anspiel, so dass Matthias Heinrich das Leder aufnahm und Schultz umkurvte, Stephan Horn konnte die Situation in höchster Not bereinigen. Ansonsten war es in erster Linie der SCE, der das Spielgeschehen bestimmte, die sehr präsente Doppelsechs um Schuster und Maudoudi leistete viel Laufarbeit und initiierte immer wieder Angriffe, von denen ein weiterer erfolgreich war. Wieder ging dem Treffer eine Passstafette voraus, Barrasch bediente Marvin Schuster, im Strafraum dribbelte Schuster noch Weber aus und schob unbedrängt zum verdienten 0:2 ein.

Noch vor der Pause hätte Eilbek einen dritten Treffer erzielen können, der Schuss von Orhan Coban streifte aber das obere Tornetz nur von außen, Schusters freistehender Abschluss aus 18 Metern ging sehr knapp links am Gehäuse vorbei. Doch auch Eilbek bot Wentorf mit einem zweiten verunglückten Rückpass die Gelegenheit zum Torerfolg, ein völlig missratener Rückpass von Coban von der Mittellinie wurde von Nis Petersen abgefangen, doch Marc Schultz blieb lange stehen und parierte den Abschluss des Wentorfers.

Zur Pause reagierten die Schleswig-Holsteiner auf eine schwache erste Halbzeit und brachten mit Mike Zander und Yannick Drews neue, belebende Elemente ins Spiel. Vor allem Linksverteidiger Zander kam eine bedeutsame Rolle zu, denn der schussgewaltige Linksfuß traf ansatzlos aus 30 Metern die Latte. Eilbek kam schläfrig aus der Kabine und fand keinerlei Zugriff aufs Spiel, Wentorf wusste die viertelstündige Schwächephase für sich zu nutzen. Nach einem brutal stark getretenen Eckstoß von Zander setzte sich Martin Kötter im Luftduell gegen Marvin Schuster durch und köpfte zum 1:2 genau in den Giebel. Genau fünf Minuten später gab es eine fast identische Szene, wieder war ein Eckball von Zander der Ausgangspunkt, wieder gewann Wentorf das Kopfballduell, der abgefälschte Kopfstoß landete auf der Platte von Martin Kötter, der aus kurzer Distanz den Ausgleich erzielte.

Der SCE nun kollektiv im Schwimmen, wieder war Zander aus fast 30 Metern am Ball, seinen Flatterball lenkte Marc Schultz mit den Fingerspitzen über die Latte. Es muss der Weckruf für den SCE gewesen sein, der inzwischen mit Twardawa und Hahn zwei frische Spieler in die Partie brachte, denn ab Minute 60 war überwiegend Eilbek wieder Herr der Partie. Gleich drei Mal binnen zehn Minuten stand Nils Barrasch nach Vorlagen von Heinrich, Lammert und Maudoudi frei vor Fabian Weber, zweimal blieb Wentorfs Keeper Sieger, einmal ging der Lupfer von Barrasch rechts vorbei. Das Spiel war in der entscheidenden Phase, Nico Müller mit einem Distanzschuss war für Wentorf noch einmal gefährlich, bevor Eilbek den Sack in der Endphase zumachte.

Auf Ecke von Artur Lammert setzte sich Sören Sager im Duell mit Doppeltorschütze Martin Kötter durch, der Aufsetzer sprang im Fünfer auf und dann unter die Latte zum 2:3. Riesenjubel beim SCE, der vier Minuten später durch die beiden Joker nachlegte. Mit einem simplen langen Ball entblößte Hannes Twardawa die komplette Wentorfer Verteidigung, Benjamin Hahn blieb vorm Tor eiskalt und überlupfte Weber mit einem frechen Heber zum 2:4 fünf Minuten vor dem Ende.

Eilbek bestätigt seine gute Form der letzten Wochen, nur eines der letzten sieben Spiele wurde verloren. Mit dem fünften Dreier der Saison klettert der SCE auf Platz zehn und hat damit sieben Punkte Polster auf einen Abstiegsplatz. Nach dem gelungenen Jahresabschluss kann die Weihnachtsfeier am Freitag kommen.

Aufstellung:
Marc Schultz – Taib Bostan (58. Hannes Twardawa), Stephan Horn, Sören Sager, Steffen Heinrich – Marvin Schuster, Messbah Maudoudi – Nils Barrasch, Artur Lammert, Orhan Coban (64. Benjamin Hahn) – Jörn Bengtsson

Tore:
0:1 Taib Bostan (7., Rechtsschuss, Bengtsson)
0:2 Marvin Schuster (26., Rechtsschuss, Barrasch)
1:2 Martin Kötter (53., Kopfball, 21)
2:2 Martin Kötter (58., Kopfball)
2:3 Sören Sager (81., Kopfball, Lammert)
2:4 Benjamin Hahn (85., Rechtsschuss, Twardawa)

Gelbe Karten:
Coban, Hahn

Schiedsrichter:
Christopher Siegk (Note 3) – Ohne große Probleme in einer fairen Partie.

Kommentieren

Aufstellungen

SC Wentorf II

Noch keine Aufstellung angelegt.

SC Eilbek II

Noch keine Aufstellung angelegt.