17.03.2017

Peters: „Wir wussten nichts davon, dass Cholevas diesen Schritt öffentlich kommunizieren wird“

Concordias Ligamanager äußert sich zur Mitteilung des Trainers, dass er nicht verlängert

Florian Peters und der Cordi-Vorstand wurden von der öffentlichen Mitteilung ihres Trainers überrascht. Foto: noveski.com

Es war eine Überraschung – sowohl für die Hamburger Amateurszene als auch für den Verein selbst: Wie Ligamanager Florian Peters im Gespräch mit den FussiFreunden betont, wusste Concordia vor der Veröffentlichung nichts davon, dass Diamantis Cholevas offiziell mitteilen würde, dass er nach derzeitigem Stand der Dinge seinen Vertrag beim Oberligisten nicht verlängern wird (wir berichteten exklusiv). Nun, so Peters, wolle der Verein erst einmal die Geschehnisse intern bewerten.

„Wir sind dem Verein, dem Umfeld und den Spielern schuldig, dass wir in dieser Hektik jetzt Ruhe bewahren“, erklärt Concordias Ligamanager, der zudem auch Zweiter Vorsitzender des Vereins ist. Genau so wie seine Vorstandskollegen sei er „völlig überrascht“ von dem, was gestern Abend wie eine Bombe einschlug: Weil der Verein ihm nicht zusagen konnte oder wollte, dass über eine möglich Meldung für die Regionalliga vor seiner Vertragsverlängerung entschieden wird, brach Cholevas die Verhandlungen mit Cordi über eine weitere Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus ab und teilte dem Verein mit, dass er seinen Vertrag zunächst nicht verlängern werde.

Cholevas: Geschehen beim Berliner AK hat nichts mit der Entscheidung zu tun

Cordi-Trainer Diamantis Cholevas. Foto: noveski.com

„Wir wussten nichts davon, dass er diesen Schritt öffentlich kommunizieren wird Wir waren völlig überrascht über das Verhalten des Trainers und den Inhalt seiner Mitteilung an die Presse. Wir sind von ihm darüber vorher nicht informiert worden“, sagt Peters, der es nach eigener Aussage als „schwierig einstuft, dass Aki Verhandlungsstände nach außen bekannt gibt.“ Der Verein, am Sonntag zum Oberliga-Auswärtsspiel beim VfL Pinneberg zu Gast (Anstoß: 14 Uhr), werde nun „intern bewerten, was passiert ist. Wir haben immer gesagt, dass wir in guten Gesprächen sind. Aus unserer Sicht waren wir das. Aus Sicht des Trainers offenbar nicht.“ Der Verein werde, „bis zum 31. März alles versuchen, was die Meldung zur Regionalliga angeht. Wir werden dazu erst etwas sagen, wenn wir einen klaren Entschluss haben. Offenbar sieht der Trainer einen Anlass, beunruhigt zu sein.“ Nach wie vor, so Peters abschließend, „ist der Verein der Taktgeber, was die Trainerfrage und die Meldung für die Regionalliga angeht.“

„Aki“ Cholevas selbst äußerte sich heute Morgen auf Anfrage der FussiFreunde zudem noch einmal dazu, ob seine Entscheidung, den Vertrag am Bekkamp nicht zu verlängern, etwas damit zu tun habe, dass sich Nordost-Regionalligist Berliner AK von seinem bisherigen Trainer Jörg Goslar getrennt hat. „Nein“, widerspricht Cholevas, die Personalie in der Hauptstadt stehe in keinem Zusammenhang damit, dass er seine Nicht-Verlängerung mitgeteilt habe. Der Berliner AK hatte sowohl im vergangenen als auch in diesem Jahr nach unseren Informationen Interesse an einer Verpflichtung des Cordi-Coaches.

Jan Knötzsch 

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