28.08.2017

Lübeck mit mehr Biss: Gebissa und Dippert treffen – AFC verliert

VfB hat an der Lohmühle am Ende mit 2:1 die Nase vorn

Elfmeter oder nicht? Den Ball trifft Lübecks Halke jedenfalls nicht, sondern nur den Fuß von Jan-Ove Edeling (li.). Foto: Genat

Nichts zu holen gab es am Montagabend für Altona 93 im Regionalliga Nord-Auswärtsspiel beim VfB Lübeck: Vor 2406 Zuschauern im Stadion an der Lohmühle unterlag die Mannschaft von Trainer Berkan Algan der gegnerischen Equipe von Coach Rolf Landerl mit 1:2. Sowohl vor als auch nach der Pause gelang dem VfB jeweils ein Treffer gegen den AFC, der letztlich nur noch zum Anschlusstreffer kam, ansonsten insgesamt zu harmlos nach vorne agierte und mit einer Szene aus der zweiten Halbzeit haderte. Doch dazu später mehr.

Berkan Algan hatte in dieser 74. Minute einfach genug. „Knall den Ball mal nach vorne, das gibt’s doch nicht“, entfuhr es dem Coach von Altona 93. Die Ansage war klar: „Berki“ wollte das eigene Tor geschützt wissen, doch zugleich bemängelte er damit aber wohl auch, dass seine Mannschaft nach vorne die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ. Denn am Ende stand der AFC mit leeren Händen da. Weil der VfB zwei Mal zuschlug und die Gäste eben nur ein Mal – und das auch erst in der Nachspielzeit. Da konnte man sich auch für das Lob von Lübecks Trainer Rolf Landerl nichts kaufen. „Altona hat versucht, nach vorne zu spielen und sich nicht hinten reingestellt. Ich bin nach dem Spiel jetzt sehr erleichtert, weil ich immer das Gefühl hatte, dass wir noch einen draufsetzen müssen, um zu gewinnen“, hatte der Österreicher nach dem Match freimütig bekannt.

Brisevac trifft kurz vor der Pause den Pfosten

Nick Brisevac hatte vor der Pause eine große Gelegenheit, traf aber nur den Pfosten. Foto: Genat

Die erste Halbzeit sah zunächst zwei kleinere Gelegenheiten für die Gastgeber: Gary Noel versuchte sich per Kopf, doch Joshua du Preez hielt sicher. Drei Minuten später musste der AFC-Keeper gar nicht erst eingreifen, als ein Kopfball von Gökay Isitan über das Tor der Gäste ging. Danach kam dann auch Altona gefährlich vor das VfB-Tor: Marco Schultz vergab jedoch (11., 14.). Die Lübecker hingegen machten es bei ihrer nächsten Chance besser: Isitan spielte den Ball schön in die Spitze, wo Joshua Gebissa lauerte. Von AFC-Abwehrmann William Wachowski verfolgt konnte sich der 22-Jährige behaupten und anschließend du Preez im Kasten bezwingen. Nach 18 Minuten führten die Hausherren damit mit 1:0.

Noch vor dem Seitenwechsel gab es zwei weitere brenzlige Szenen – je eine davon auf jeder Seite: Zunächst unterlief du Preez im Luftkampf mit Noel ein Fehler, sodass der Lübecker Stürmer zum Torschuss kam. Jan Novotny konnte diesen Versuch jedoch vorm Überqueren der Linie noch abwehren (31.). Altona hatte seine beste Einschussmöglichkeit drei Minuten vor dem Pausenpfiff, als die Gäste das Spiel schön von links nach rechts verlagerten, wo Nick Brisevac in aussichtsreicher Position an den Ball kam und den Abschluss suchte. Sein Schuss klatschte an den rechten Pfosten des von Benjamin Gommert gehüteten Lübecker Tores.      

Edeling wird zu Fall gebracht, doch der Elfmeterpfiff bleibt aus

Jan-Ove Edeling (li.) gelang in der Nachspielzeit der Ehrentreffer für den AFC. Foto: Genat

Nach Wiederbeginn passierte lange Zeit nichts, doch die erste nennenswerte Szene hatte es dann umso mehr in sich: Lübecks Daniel Halke brachte im Strafraum des VfB Jan-Ove Edeling deutlich zu Fall, doch Schiedsrichter Patrick Mewes (SpVg Laatzen), der einen Moment zögerte und den Augenkontakt mit seinem Assistenten suchte, gab letztlich keinen Elfmeter. Eine Fehlentscheidung. Lübeck brauchte bis zur 69. Minute, um das AFC-Tor wieder einmal in Gefahr zu bringen. Isitan zielte jedoch zu hoch, sein Schuss ging drüber. Und auch in der 84. Minute hatte Isitan kein Glück: Er hatte zwar das 2:0 auf dem Fuß, vergab aber.

Gleiches galt auch für den eingewechselten Tim Queckenstedt, der zwar gleich zwei AFC-Akteure im Strafraum ausspielte, dann jedoch konnte du Preez klären (85.). Zwei Treffer sollten allerdings noch fallen. Erst war es Isitan, der in der 86. Minute den genau wie Queckenstedt eingewechselten Leon Dippert von links bediente – 2:0 für den VfB. In der zweiten Minute der Nachspielzeit flankte dann Jakob Sachs für den AFC von rechts vor das Lübecker Tor, wo Jan-Ove Edeling am zweiten Pfosten zur Stelle war und den 1:2-Anschlusstreffer für Altona 93 erzielte. 

Jan Knötzsch   

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