Mein FussiFreunde

08.08.2017

Dassendorfs Doppelpack-Duo: Dank „Mölli“ und „Schiedi“ ganz easy

TuS feiert ungefährdeten 4:0-Pokalerfolg gegen Meiendorf

Doppelpacker Nummer eins: Sven Möller. Foto: KBS-Picture

Oberligist TuS Dasendorf hat seine Hürde in der Dritten Runde des ODDSET-Pokals genommen und ist damit weiterhin in jenem Wettbewerb vertreten, in dem sich der Hamburger Abonnement-Meister in der Vergangenheit auch schon mal vorzeitig verabschiedete. Im Auswärtsspiel beim Meiendorfer SV hatte die Equipe des Trainerduos Peter Martens und Thomas Hoffmann keinerlei Mühe sich mit 4:0 durchzusetzen, wobei auch auf dem Platz ein Duo in Sachen Tore das Sagen hatte. Meiendorf hingegen verpasste es, seine Chancen zu nutzen. 

Der Weg war frei. Viel freier konnte er in dieser 58. Minute gar nicht sein. Dassendorfs Abwehrmann Marcel Dieckmeyer hätte in der eigenen Hälfte in dieser Szene den Ball problemlos zu seinem Keeper Christian Gruhne zurückspielen können, doch der 20-Jährige entschied sich anders. Falsch, wie er im Nachhinein wusste. Dieckmeyer vertändelte den Ball im Duell mit Furkan Pinarlik und so steuerte der Meiendorfer auf einmal völlig allein auf Gruhne zu. Pinarlik visierte schließlich sein Ziel an und zog ab. Doch Dassendorfs Torwart stand ihm im Weg. Gruhne konnte klären. Sein Tor blieb sauber.

Hoffmann: „Es war überraschend, wie passiv der MSV gespielt hat“

Doppelpacker Nummer zwei: Marcel von Walsleben-Schied. Foto: KBS-Picture

Fußball ist kein Sport, der im Konjunktiv stattfindet, doch wenn Furkan Pinarlik in diesem Moment die Kugel im Dassendorfer Gehäuse untergebracht hätte, dann wäre dies aus Meiendorfer Sicht der Anschlusstreffer zum 1:2 gewesen. Ein Mutmacher, vielleicht sogar ein Startschuss, es dem Favoriten in der Drittrunden-Begegnung des ODDSET-Pokalwettbewerbs noch einmal schwer zu machen, ihn am Ende unter Umständen sogar zu stürzen, wie dies in nicht allzu ferner Vergangenheit schon anderen Teams gelungen war. Doch der Moment verpuffte ungenutzt. Genau wie der aus der neunten Minute, als Lawrence Schön nach einer Flanke von rechts freistehend, aber eben auch viel zu unkontrolliert zum Kopfball ansetzte. Hätte die Kugel die Linie überschritten, es wäre das 1:1 gewesen und vielleicht – ach nein, das hatten wir ja schon...

In der Realität sah es letztlich dann so aus: In der siebten Minute brachte Rinik Carolus den Ball fast von der Eckfahne hinein ins Zentrum, wo Sven Möller richtig stand und knappe zwölf Meter vorm Tor das Spielgerät direkt annahm und MSV-„Goalie“ Briant Aberti keinerlei Abwehrchance ließ – 1:0 für Dassendorf. Danach passierte lange Zeit nichts. Bis zur 29. Minute, als Möller einen Freistoß oben rechts am Tor vorbei zirkelte. Doch der Favorit sollte vor der Pause noch einmal zuschlagen. Mit einem simplen, aber ebenso ansehnlichen Angriff beendete die TuS den Leerlauf: Sascha Steinfeldt auf Sven Möller, der weiter zu Marcel von Walsleben-Schied und der Torjäger finalisierte unten links ins Netz (35.) – 2:0 für die TuS.

Saglam: „Wir sind gut gestartet, haben beim 0:1 dann leider nur zugesehen“

Blieb mit seinem Team auf der Strecke: MSV-Trainer Baris Saglam. Foto: Merk

Beinahe hätten die „Wendelwegler“ noch vorm Pausenpfiff von Schiedsrichter Johannes Meyer-Lindenberg (Harburger TB) weiter nachgelegt, doch Samuel Louca scheiterte zwei Mal an Alberti (44., 45.) und brachte im Nachschuss der zweiten Gelegenheit dann das zweifelhafte Kunststück fertig, mit von Walsleben-Schied einen Teamkollegen anzuschießen. Nach Wiederbeginn vergab Möller per Flukopfball (54.), doch nach Pinarliks großer Einschussmöglichkeit für die Hausherren reagierte die TuS, wie ein Oberliga-Spitzenteam eben reagiert: Möllers Ecke köpfte von Wasleben-Schied erst genau auf den auf der Linie stehenden Schön, ehe er den Abpraller zum dritten Dassendorfer Treffer nutzte (65.). Dann bediente der eingewechselte Kristof Kurczynski nach 72 Minuten Möller und die Messe war mit dem 4:0 für die Gäste endgültig gelesen.

„Das war ein sehr souveräner Auftritt. Wir hatten uns das ganz schwer vorgestellt, nachdem wir am vergangenen Samstag den starken Auftritt von Meiendorf in der Liga gegen Rahlstedt gesehen haben. Es war überraschend, wie passiv der MSV gegen uns gespielt hat“, bilanzierte TuS-Trainer Thomas Hoffmann, „dafür, dass vier Leute fehlten, vier zu spät kamen und wir mit neuer Taktik (erstmals im Kalenderjahr 2017 mit einer Viererkette, Anm. d. Red.) gespielt haben, war das wunderbar.“ Nicht ganz so wunderbar fiel derweil das Fazit von MSV-Coach Baris Saglam aus, der dennoch aber positive Ansätze fand: „Wir sind gut gestartet, haben beim 0:1 dann leider nur zugesehen. Ein geniales Tor. Das spricht für die Qualität von Dassendorf. Wir müssen uns jetzt auf die Liga konzentrieren und das tut uns vielleicht auch ganz gut. Unter der Woche mit Umständen wie Arbeit, Stau und Stress – da kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“

Jan Knötzsch

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